Freitag, 23. Juni 2017

WoP: Zaubertränke Klasse 1 ~*Pflanzliche Zaubertrankzutaten*~

Die nächste Stunde Zaubertränke stand an und Marianne hatte große Furcht, dass es bald an die Praxis gehen könnte. Von ihren Mitschülern hatte sie beiläufig erfahren, dass man manche Zutaten schneiden musste. Ein Garaus! Marianne und Messer? Das würde katastrophal werden. Deshalb wirkte sie zittrig, als Professor Lancoster den Unterricht eröffnete. Doch es ging heute nicht in die Praxis und das fand Marianne sehr gut. Nein heute kamen pflanzliche Zutaten dran und während Professor Lancoster die Aufgabe der heutigen Stunde erklärte konnte Marianne Pflanzen auf den ersten Schülerbänken sehen. Jeder sollte sich eine Pflanze nehmen und etwas über sie schreiben. Ehe Marianne auch nur aufstehen konnte, stürmten ihre Mitschüler nach vorne und wollten sich die einfach zu beschreibenen Kräuter als erstes schnappen. Ein wenig eingeschüchtert setzte sich die junge Halbrussin auf ihren Sitz und wartete bis der Ansturm sich gelegt hatte, ehe sie sich auf den Weg machte, nur um festzustellen, dass dort nur Pflanzen lagen, die ihr gar nichts sagen. Sie nahm ein komisches Blatt hoch, was anscheinend eine Alraune war, legte sie aber gleich weg. Zu Alraune konnte sie gar nichts sagen und neben dran die Abessinische Schrumpelfeige sagte ihr auch nichts. Doch da erblickte sie eine für sie sehr vertraute Pflanze. Sie besaß einen langen Stiel, welcher leicht behaart war und gegenständige Blätter wie Federn und schön lang mit einer hellgrünen Farbe. Sie schnappte sich schnell diese Pflanze ehe es ein anderer Schüler tat und nahm noch schnell die Pflanze daneben, welche traubenartige Blüten am Stängel besaß. So ging sie an den Tisch, legte die für sie noch unbekannte Pflanze zur Seite und blickte zu der vertrauten Pflanze, die sie so gut kannte wie keine Andere: Der Baldrian.
Diese Pflanze auch bekannt unter dem Namen Katzenkraut war für Marianne eine Art Heilmittel für vieles, denn diese Pflanze wirkte beruhigend, half wenn der Darm zu sehr mit Luft gefüllt war, krämpfelösend und vor allem schlaffördernd. Das Mädchen hatte immer am Abend vor dem Einschlafen, wenn sie am nächsten Tag eine Klausur schreiben musste, frisch gebrühten Baldriantee bekommen. Da ihre Mama einen eigenen Garten besaß wuchs an einer Ecke wilder Baldrian, welcher mit viel Liebe und Pflege eine ordentliche Strauchgröße angenommen hatte, denn so ein Baldrian konnte bis zu 1,50 Meter groß werden. Auch Mrs. Sergov trank oft solch einen Tee, vorallem wenn sie wieder eine schlimme Migräne bekam, denn das half dagegen auch. Doch damit war die letzte Frage noch nicht beantwortet. In welchem Trank befand sich Baldrian. Marianne hatte wegen der Wirkung des Baldrians eine Vermutung und blätterte durch die Seiten bis sie das Kraut gefunden hatte. Es war beim Trank des lebenden Todes dabei, aber auch bei einigen Beruhigungstränken fand der Baldrian seinen Platz in der Zutatenliste.
‚Klar wegen seiner beruhigenden Wirkung‘, dachte Marianne, holte Tinte und Feder heraus, schnappte sich eine Pergamentrolle und schrieb:

Der Baldrian auch als Katzenkraut genannt ist ein Heilkraut gegen Migräne und hilft beim Einschlafen. Durch seine schmerzhemmende Wirkung wird es oft in der pflanzlichen Arznei angewandt und ist schlaffördernd und nervenstärkend. Seine Blütezeit ist im Juni bis August, weshalb seine Ernte erst gegen Spätsommer fällt, wenn die Blüten schon ab sind. Bei diesem Kraut werden die Wurzel aus der Erde gezogen, saubergemacht und dann trocken gelegt. Die Wurzel wird kleingeschnitten und wird dann als Tee zubereitet, was sehr gegen Magenkrämpfe hilft. Die Blätter kann man sogar essen, schmecken aber nicht so gut, wenn der Baldrian schon blüht. Der Baldrian (eher gesagt die Wurzel) ist als Zutat im Trank der lebenden Toten zu finden, aber auch bei einigen anderen Vergesslichkeitstränken.

Zufrieden legte Marianne ihr Pergament zur Seite und blickte die andere Pflanze an, die sie willkürlich an sich genommen hatte. Ein wenig verzog sie das Gesicht, als sie diese Pflanze erkannte. Es war der blaue Eisenhut.
Soviel wie Marianne gute Erfahrung mit dem Baldrian hatte, so hatte sie sehr schlechte Erfahrung mit dem Eisenhut, der giftigsten Pflanze Europas, wie ihre Mama es einst gesagt hatte. Einmal hatte Marianne einen Eisenhut in den Mund genommen, worauf ihr Vater ihr es aus den Mund rausgeholt hatte und sie direkt ins Krankenhaus gefahren hatte. An dem Tag hatte sich die damals sechsjährige Marianne von dieser Pflanze ferngehalten, die zwar gut aussah, mehr aber auch nicht. Sie musste damals ein ekeliges Gebräu trinken, worauf sich die Arme ergeben musste. Danach wollte Marianne nichts mehr von Eisenhut wissen, auch wenn die Blüte sehr schön war mit diesem dunklen Blau. Doch ihre Mama hatte erklärt in ganz kleinen Mengen konnte der Eisenhut Angstzustände und chronische Schmerzen mindern. Trotzdem hielt Marianne von diesem Kraut abstand. Da war ihr der beruhigende Baldrian dennoch lieber. Sie schlug das Buch auf, um nach dem Trank zu suchen, in dem der blaue Eisenhut enthalten war. Ihre Augen wurden groß, als sie ihn in der Beschreibung für den Wolfsbanntrank entdeckte und nicht nur das, er war sogar der wichtigste Bestandteil des Trankes. Etwas überrascht und leicht beschämt sah die Rothaarige zu der Pflanze hin. In der vorherigen Stunde hatte sie den Brauer des Wolfbanntrankes für ihre Aufgabe genommen und somit kannte sie die Wirkung des Wolfbanntrankes und weshalb er so eine große Errungenschaft in der Zauberwelt gebracht hat. Also war der Eisenhut nicht nur Gift, sondern ein Hilfsseil für Leute, die mit dem Fluch des Werwolfs leben müssen. Würde es diese Pflanze nicht geben, so würden viele Menschen sich bei Vollmond in eine tödliche Bestie verwandeln. Mariannes Mundwinkel zuckten und irgendwie empfand sie es so, als hätte sie mit dieser Pflanze eine Art Abkommen getroffen, dass sie zwar giftig, aber nicht unbrauchbar für die Welt war und demnach keine Verachtung verdient hatte, die Marianne ihm immer wieder vorgeworfen hatte. Mit einem leichten Lächeln im Gesicht nahm Marianne ihr Pergament und Schreibfeder und begann folgendes zu schreiben:

Der Eisenhut ist eine sehr giftige Pflanze in Europa. Seine Größe beträgt zwischen 50 bis 20 cm und seine Blätter sind dunkelgrün dicht und stehend. Auffallend sind seine traubenförmigen Blüten, die wie Hüte aussehen. Der Eisenhut blüht im Juni bis Oktober. Wie bereits gesagt ist diese Pflanze sehr giftig. Eine Vergiftung des Eisenhutes erfolgt durch prickelnde Lippen und tauber Zunge. Bei einer Vergiftung wird einem übel, übergibt sich und bekommt Durchfall. Deshalb sollte man beim Pflücken des Eisenhuts Handschuhe tragen, da die Absonderung an der Haut zu Hautausschlag führen kann. Einfach mit einer Gartenschere abschneiden und mit Handschuh wegtragen. Dennoch in ganz kleinen Mengen hilft der Eisenhut bei Angstzuständen, chronischen Schmerzen und sogar Entzündungen. Diese Pflanze ist Hauptbestandteil des Wolfbanntrankes. Durch das Aconitin wird gesorgt, dass der Betroffene im Zustand des Wolfes bei Verstand bleibt.

Als sie gerade ihren letzten Satz zu Ende geschrieben hatte, klingelte es zum Unterrichtsschluss. Marianne kratzte sich an der Hand und merkte, dass sie leichten Hautausschlag bekommen hatte, wahrscheinlich vom Eisenhut. Zum Glück hatte sie ihren Baldrian, der dagegen auch helfen kann, weshalb sie die Pflanze heimlich einpackte, während der Eisenhut in den Müll landete. Sie gab ihrem Aufsatz ab und verschwand mit dem Gedanken, dass etwas von ihrem zu Hause doch auch hier in diesem großen Schloss zu finden war.



Um euch das Korrigieren zu vereinfachen habe ich die Frage darüber

~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Baldrian ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Beschreiben Sie zwei pflanzliche Zaubertrankzutaten
Der Baldrian auch als Katzenkraut genannt ist ein Heilkraut gegen Migräne und hilft beim Einschlafen. Seine Blütezeit ist im Juni bis August, weshalb seine Ernte erst gegen Spätsommer fällt, wenn die Blüten schon ab sind. Die Blätter kann man sogar essen, schmecken aber nicht so gut, wenn der Baldrian schon blüht.



Wie werden sie gewonnen?
Bei diesem Kraut werden die Wurzel aus der Erde gezogen, saubergemacht und dann trocken gelegt. Die Wurzel wird kleingeschnitten und wird dann als Tee zubereitet, was sehr gegen Magenkrämpfe hilft.

Welche Wirkungen sind bekannt?
Durch seine schmerzhemmende Wirkung wird es oft in der pflanzlichen Arznei angewandt und ist schlaffördernd und nervenstärkend.

In welchen Zaubertränken finden sie Verwendung?
Der Baldrian (eher gesagt die Wurzel) ist als Zutat im Trank der lebenden Toten zu finden, aber auch bei einigen anderen Vergesslichkeitstränken.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~ blauer Eisenhut ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Beschreiben Sie zwei pflanzliche Zaubertrankzutaten
Der Eisenhut ist eine sehr giftige Pflanze in Europa. Seine Größe beträgt zwischen 50 bis 20 cm und seine Blätter sind dunkelgrün dicht und stehend. Auffallend sind seine traubenförmigen Blüten, die wie Hüte aussehen. Der Eisenhut blüht im Juni bis Oktober. Wie bereits gesagt ist diese Pflanze sehr giftig. Eine Vergiftung des Eisenhutes erfolgt durch prickelnde Lippen und tauber Zunge. Bei einer Vergiftung wird einem übel, übergibt sich und bekommt Durchfall.

Wie werden sie gewonnen?
Beim Pflücken des Eisenhuts sollte man Handschuhe tragen, da die Absonderung an der Haut zu Hautausschlag führen kann. Einfach mit einer Gartenschere abschneiden und mit Handschuh wegtragen.

Welche Wirkungen sind bekannt?
In ganz kleinen Mengen hilft der Eisenhut bei Angstzuständen, chronischen Schmerzen und sogar Entzündungen.

In welchen Zaubertränken finden sie Verwendung?
Diese Pflanze ist Hauptbestandteil des Wolfbanntrankes. Durch das Aconitin wird gesorgt, dass der Betroffene im Zustand des Wolfes bei Verstand bleibt.






1) Der Unterricht an sich diente als Inspiration und ist der leitende Faden dieses Aufsatzes (https://worldofpotter.de/school/lesson/2760b793-a94b-42b5-8718-87c48f7513d2)

2) Für den Baldrian habe ich einige Webseiten verwendet, darunter auch meine eigene Erfahrung mit dieser Pflanze (http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Trank_der_lebenden_Toten, http://heilkraeuterfrauen.de/pflanzen-kennenlernen/pflanzenportraits/baldrian.php, http://www.hexenrezepte.de/Hexkraut.HTM, http://harrypotter.wikia.com/wiki/Valerian



3) Auch für den blauen Eisenhut habe ich mehrere Quellen genommen. Die schlimme Erfahrung mit dem Eisenhut Mariannes beruht auf einer wahren Begebenheit, weswegen das flüssige Mittel, was in der Geschichte erwähnt wird nicht erfunden ist, sondern wirklich existiert (und verdammt widerlich schmeckt)
(http://harrypotter.wikia.com/wiki/Aconite
http://heilkraeuter.de/lexikon/eisenhut.htm
http://harrypotter.wikia.com/wiki/Wolfsbane_Potion
http://www.praxisvita.de/eisenhut
http://botanio.de/pflanze-80-Eisenhut.htm)


4) Natürlich stammt das was Marianne erzählt und erlebt aus meinen eigenen Kopf. Für euch wollte ich euch die Affinität Mariannes mit Pflanzen zeigen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

WoP: VgddK Klasse 1 ~*Vorstellung und Erwartungen*~

Der Oktober brachte die Kälte mit sich und zusätzlich auch das Fest Halloween, wovor sich Marianne sehr fürchtete. Geister, Werwölfe, Spinnen egal was, immer bekam die Rothaarige einen fürchterlichen Schreck und wollte sich den ganzen Tag unter der Bettdecke verstecken. Jedenfalls war sie keinesfalls begeistert als in der Stunde Verteidigung gegen die dunklen Künste angekündigt wurde, dass ein Geist zu Besuch kommen sollte. Professor Norwood hatte Sir Nicolas mitgebracht. Erst wurde es im Zimmer dunkel, da alle Kerzen ausgelöscht wurde, ehe etwas grünlich schimmerndes den Klassensaal erhellte. Für Marianne war es ein verdammt großes Pech, dass sie vorne saß und vor ihr der Hausgeist von Gryffindor auftauchte. Eine durchsichtige große Erscheinung und das direkt vor Mariannes Augen. Nein das war für die Rothaarige zu viel, worauf ihr schwarz vor Augen wurde und sie vom Stuhl fiel.
(…)
Grelles Licht brachte sie zurück in die Gegenwart. Erschrocken fuhr Marianne hoch und erkannte, dass sie im Krankenflügel war. Hatte sie jetzt die Stunde verpasst? Sofort wollte sie anfangen zu weinen, weil sie in Ohnmacht gefallen und sich somit lächerlich gemacht hatte. Sie war einfach ein totaler Angsthase! Niedergeschlagen wollte Marianne aufstehen und den Krankenflügel verlassen als die Krankenschwester eintrat und sie bat nochmal kurz hier zu bleiben. Sie untersuchte das Mädchen auf Verletzungen, doch sie war kerngesund. Dabei erzählte diese, dass Marianne die Klasse ganz schön in Aufruhr versetzt hatte, weil sie plötzlich vom Stuhl gefallen war. Dadurch errötete Marianne noch mehr und dachte an die gehässigen Gesichter, die hier und da einer aufgesetzt hatte, weil er das wahrscheinlich urkomisch gefunden hatte.
„Ach und das sollte ich Ihnen geben, Miss Sergov. Das sind die Hausaufgaben für Verteidigung gegen die dunklen Künste“, sagte die Krankenschwester freundlich.
 Marianne nahm das Pergament dankend an und verließ den Krankenflügel. Während des Laufens las sie sich die Aufgaben durch. Die erste Frage war wie üblich eine Definitionsfrage über Gespenster und die Andere sollte den Unterschied zwischen Geist und Poltergeist wiedergeben.
‚Ich finde bestimmt Informationen in der Bibliothek‘, dachte sie ehe sie sich der zweiten Aufgabe widmete und sie sämtliche Farbe aus dem Gesicht verlor.
Sie sollte drei Dinge aus Sir Nicolas Leben aufschreiben. Aber sie war doch nicht Anwesend gewesen, wie sollte sie an Informationen kommen? Der erste und vor allem logischste Gedanke war, einen Mitschüler zu fragen, aber dann würde dieser sie auslachen, wenn sie ihm oder ihr gestehen müsste, dass sie Angst vor Gespenster hatte und deshalb in Ohnmacht gefallen war. Und Sir Nicolas selbst fragen wollte sie garantiert nicht.
‚Nein die Frage kann ich nicht beantworten!‘, dachte Marianne und widmete sich Aufgabe drei zu, die ihre Meinung zu Gespenster widerspiegeln sollte.
Jetzt wollte man sie auch noch indirekt demütigen. Sie konnte unmöglich sagen, dass sie keine Furcht vor Gespenster hatte, denn sonst wäre sie ja wohl kaum in Ohnmacht gefallen. Hier musste Marianne ehrlich sein. Zum Glück würde nur Professor Norwood sie lesen, deshalb war es nur halb so schlimm.
Marianne machte sich auf den Weg zur Bibliothek, um sich für die ersten beiden Fragen ausgiebig zu informieren. Von der Bibliothekarin bekam sie eine Unmenge an Büchern zur Verfügung gestellt. Nach mehreren Stunden durchwälzen der Arbeit hatte Marianne eine passende Antwort für die Fragen auf ihrem Pergament stehen:
Ein Gespenst war früher ein Mensch gewesen und ist die körperlose Seele. Ein Gespenst können nur magische Wesen werden. Voraussetzung um als Geist auf Erden herum zu wandeln ist, wenn sie eine unerfüllte Aufgabe noch auf Erden hatten. Ein Poltergeist ist ein Unruhestifter und wenn er in einem Ort eingezogen ist, ist es schwer ihn wieder loszuwerden. Es gibt einige Unterschiede zwischen einem Geist und einem Poltergeist.
Ein Poltergeist ist nicht unkörperlich, sonst könnte er nicht Dinge durch den Raum werfen oder sonstige Dinge tun, um anderen Leuten das Leben schwer zu machen. Der nächste Punkt wäre, dass ein Poltergeist niemals ein Mensch gewesen war, also er hatte nie gelebt. Der letzte Punkt hängt mit dem vorherigen Punkt zusammen, denn da sie nie als Menschen gelebt haben, haben sie eine Amortalität, das bedeutet, dass sie aufgewachsen sind, aber niemals geboren wurden. Zu dem Poltergeist bei dem das zutrifft gibt es noch den Dementor als Beispiel.

Zufrieden legte Marianne ihren Aufsatz zur Seite und widmete sich der dritten Aufgabe zu. Hierbei konnte sie keine Notlüge aufschreiben, sondern musste leider ehrlich bleiben.

Ich weiß nicht, ob man sich fürchten sollte vor Gespenster, aber ich habe furchtbare Angst vor denen und meide sie so gut es geht. Poltergeistern gehe ich wegen ihrem Verrichten von Chaos aus dem Weg.

Nun war das Problem mit Aufgabe 2 und es gab nur zwei Möglichkeiten Informationen zu bekommen:
Den Geist selbst fragen oder einen Mitschüler. Während sie ihre Stirn in Falten legte und überlegte, was sie tun sollte, erschien eine durchsichtige Gestalt hinter ihr. Das Räuspern ließ sie zusammenfahren und vorsichtig drehte sie ihren Kopf nach hinten. Ein piepsiger Schrei durchdrang ihre Kehle und sie fiel rücklinks zu Boden. Der fast kopflose Nick stand vor ihr und blickte dabei mitfühlend zu ihr hinab, während Marianne sich aufrappelte und einige Schritte zurück trat.
„Bitte nicht weglaufen. Ich wollte mich nach Ihrem befinden erkundigen“, sagte der Hausgeist von Gryffindor in einem höflichen Ton, worauf Marianne fest angewurzelt dastand und ihn mit ihren grünen Augen anmusterte. Hatte sich das Gespenst sorgen um sie gemacht?
„Sie waren ja in Ohnmacht gefallen… Wahrscheinlich weil ich so urplötzlich erschienen bin. Ich wollte mich dafür entschuldigen“, sagte er und verneigte sich. Dabei hielt er seinen Kopf fest, um sicher zu gehen, dass er nicht absichtlich von seinen Schultern fiel.
„S-schon gut“, stammelte Marianne und errötete leicht, „ich habe Sie wahrscheinlich auch ein wenig erschreckt.“
„In der Tat. Hätte ich gelebt wäre ich panisch im Kreis herumgelaufen“, gestand er, worauf Marianne anfing zu lächeln. Dann beugte sich das Gespenst zu ihr vor und las die Aufgabe, die die junge Sergov noch nicht aufgeschrieben hatte und lächelte.
„Ah sie sind bei der Aufgabe, wo sie etwas über mich schreiben sollen“, sagte er verschmitzt.
„Leider habe ich ihren Auftritt verpasst und muss die Informationen bei meinen Mitschülern holen“, erklärte sich Marianne entschuldigend.
„Oder Sie fragen mich selbst“, sagte er strahlend und verneigte sich nochmals.
„Oder sie selbst…“, murmelte das Mädchen und überlegte. Jetzt da sie mit Sir Nicolas ein paar Worte gewechselt hatte, war er gar nicht mal so unheimlich wie gedacht. Und bei ihren Mitschülern würde sie nur unangenehme Fragen bekommen, wieso sie in Ohnmacht gefallen war. Da war ein Gespräch mit Sir Nicolas persönlich ihr viel lieber.
„Ok, aber nicht hier“, sagte Marianne entschieden, weil sie hier in einem ungemütlichen Korridor standen, wo es ziemlich zog. Das Mädchen lief voraus in einen leeren Klassensaal und wollte für Sir Nicolas die Tür aufhalten, als dieser neben ihr durch die Wand durchging. Bei dieser Erscheinung zuckte Marianne etwas zusammen und bemühte sich um ein Lächeln. Der Hausgeist Gryffindors entschuldigte sich dafür und die junge Sergov nahm auf einem Stuhl Platz und holte ihr Pergament und was zum Schreiben hervor.
„Dann erzählen Sie. Sie waren sicherlich mit elf hier in Hogwarts und bestimmt in Gryffindor“, fing Marianne an und der Hausgeist nickte.
„Ja ich kam sofort ins Haus Gryffindor und hatte einen guten Abschluss. In jedem Fach erbrachte ich gute Leistung“, sagte er stolz.
„In jedem?“ Marianne hob fragend de Augenbrauen hoch und sofort sah sie, wie sich Sir Nicolas Wangen verdunkelten. Wurde er rot im Gesicht?
„Ok ich war in Verwandlung schrecklich“, gestand er, nachdem er mehrmals auf Mariannes eindringlichen Blick geschaut hatte. Dabei wurde er eine Spur röter. „Die Professorin hatte es auch sehr schlecht erklärt.“
Sofort kicherte das Mädchen los, denn dieses Verhalten erinnerte sie an Rebecca, die immer meinte, dass ihre schlechten Noten in Mathe zu 90% am Lehrer lag.
„Was haben Sie denn nach ihrem Abschluss gemacht?“, fragte die Rothaarige weiter und Sir Nicolas erklärte, dass er ein Ritter war und im Dienste von König Heinrich des Siebten gestanden hatte. Das ließ für Marianne den Schluss zu, dass er vor 1500 Jahrhundert gelebt haben musste. Sie plauderten gemütlich und Sir Nicolas erzählte von seinen tollen Taten in seinem Leben, während Marianne ihm gespannt zuhörte. Doch schließlich gelangten sie an die Frage, wie es zu seinem Tod kam. Eigentlich wollte Marianne dieses Thema nicht ansprechen, denn so etwas war bestimmt für einen Geist sehr unangenehm, doch Sir Nicolas erzählte es ihr. Er wollte Lady Grieves Zähne richten und hatte statt sie gerade zu biegen ihr Stoßzähne verpasst. Marianne hätte gerne darüber gelacht, doch da dies zu dem Tod des jetzigen Gespenstes geführt hatte, ließ sie dies aus. Der Hausgeist erzählte, wie er in der letzten Nacht geschrien und gebettelt hatte, dies wieder gut zu machen und dass keiner ihn erhört hatte. Ein flaues Gefühl machte sich in Mariannes Gegend breit und sie hatte sowas wie Mitgefühl für ihn. Den Grund, weshalb er nicht ganz geköpft wurde war, weil der Schleifstein nicht gefunden wurde und die Axt demnach zu stumpf war. Als er es demonstrieren wollte, sah Marianne sofort weg und petzte die Augen so sehr zusammen, dass es ihr weh tat. Darauf entschuldigte sich der Hausgeist abermals für sein rüdes Verhalten.
„Schon gut. Ist bestimmt echt blöd, wenn der Kopf noch so ein bisschen an einem dran hängt“, sagte Marianne leise, doch Sir Nicolas erwiderte, es macht ihm Spaß einige Schüler damit zu erschrecken, wobei er hastig zu gab, dass er das bei zarten Geschöpfen wie ihr unterließ.
„Aber wieso sind sie hier?“, fragte das Mädchen, „ich habe gehört, dass man nur ein Geist wird, wenn diese eine unerfüllte Aufgabe hat.“
„Oder Angst vorm Tod“, sagte Sir Nicolas und wirkte sehr betrübt. Hieß das er hatte Angst vor dem Tod und war deshalb noch hier?
„Ich war was das angeht eher ängstlich, es war sehr verwunderlich, dass ich nach Gryffindor kam“, seufzte er und Marianne bemerkte, dass er am Anfang wegen seiner Tapferkeit ein wenig geprahlt hatte um das Mädchen zu beeindrucken, „ich hatte solche Angst vor dem Tod, dass ich nicht weiter gehen wollte.“
„Wie weiter gehen?“, fragte Marianne und horchte auf, doch Sir Nicolas meinte, dass dies keiner verstehen konnte, der nicht schon tot sei. Demnach wollte Marianne nicht weiter darauf eingehen. Sie bedankte sich für das Gespräch und wollte nun zum Gemeinschaftsraum gehen, als sie Inne hielt und sich zu dem Hausgeist Gryffindors umdrehte.
„Eine persönliche Frage: Bereuen Sie es nicht weitergegangen zu sein?“, fragte Marianne und der Hausgeist antwortete ihr mit einem Lächeln.
(…)
Im Gemeinschaftsraum schrieb Marianne ihren Aufsatz zu Ende. Zur ersten Aufgabe fügte sie noch hinzu, dass man auch zum Gespenst wurde, wenn dieser Angst vorm Tod hatte. Aufgabe Zwei schrieb sie ebenfalls zu Ende und Aufgabe drei schrieb sie sogar neu. Am Ende des Tages hatte sie ihren Aufsatz fertig und ging zufrieden zu Bett. Die letzte Frage an Sir Nicolas behielt sie für sich. Das war eine sehr persönliche Frage und das der Hausgeist ihr es auch beantwortet hatte, hatte ihr fast die Angst vor Gespenster genommen. Deshalb hatte sie fairer weise ihren ersten Eindruck in Aufgabe drei umgeschrieben und demnach war ihr Aufsatz länger geworden als geplant.


1) Ein Gespenst war früher ein Mensch gewesen und ist die körperlose Seele. Ein Gespenst können nur magische Wesen werden. Voraussetzung um als Geist auf Erden herum zu wandeln ist, wenn sie eine unerfüllte Aufgabe noch auf Erden hatten oder Angst haben vor dem Tod. Ein Poltergeist ist ein Unruhestifter und wenn er in einem Ort eingezogen ist, ist es schwer ihn wieder loszuwerden. Es gibt einige Unterschiede zwischen einem Geist und einem Poltergeist.
Ein Poltergeist ist nicht unkörperlich, sonst könnte er nicht Dinge durch den Raum werfen oder sonstige Dinge tun, um anderen Leuten das Leben schwer zu machen. Der nächste Punkt wäre, dass ein Poltergeist niemals ein Mensch gewesen war, also er hatte nie gelebt. Der letzte Punkt hängt mit dem vorherigen Punkt zusammen, denn da sie nie als Menschen gelebt haben, haben sie eine Amortalität, das bedeutet, dass sie aufgewachsen sind, aber niemals geboren wurden. Zu dem Poltergeist bei dem das zutrifft gibt es noch den Dementor als Beispiel.

2) Sir Nicholas de Mimsy-Porpington war in seinem Leben ein Zauberer und war während seiner Zeit in Hogwarts im Haus Gryffindor. Nach seiner magischen Ausbildung war er ein Höfling bei König Heinrich dem Siebten und ein Ritter. Seine Hinrichtung kam zu stande, als er versuchte Lady Grieves Zähne gerade zu bekommen und dadurch Stoßzähne gewachsen sind. Dadurch wurde er zum Tode verurteilt. Dadurch, dass der Schleifstein zum Schärfen der Axt verlegt wurde, wurde Sir Nicolas nicht völlig geköpft und ein dünner Hautfetzen verbindet Kopf mit dem restlichen Körper.

3) Ich hatte große Angst vor Gespenster, doch nach einem Gespräch mit Sir Nicolas ist die Angst ein wenig zurückgegangen. Zugegeben ich habe immer noch Angst, wenn diese Wesen durch die Wand oder andere Schüler laufen und wenn ich den blutigen Baron sehe, würde ich weglaufen, doch ich finde, dass Sir Nicolas mir die Angst ein wenig genommen hatte. Mehr noch, ich würde mich auf weitere Gespräche mit ihn sehr freuen. Ich habe Mitleid mit ihm, denn das was ihm widerfahren war, hatte er nicht verdient, weshalb ich auch keine Angst davor haben muss. Vor Poltergeister könnte das anders sein, auch weil sie Ärger mit sich bringen und ich keine Lust darauf habe, wenn Peeves Tinte über mich kippt.


1) Der Ablauf des Unterrichtes habe ich von der WoP Seite genommen - https://worldofpotter.de/school/lesson/0bc4b9e7-3a98-441f-9242-87b6b2541a89
2) Die Quellen für Aufgabe 1 waren http://de.harrypotter.wikia.com/wiki/Geist (für Geister), http://de.harrypotter.wikia.com/wiki/Kategorie:Amortalit%C3%A4t (aufgewachsen und nicht geboren), http://harrypotter.wikia.com/wiki/Poltergeist (Unterschiede zwischen Poltergeist und Gespenst)
3) Für Aufgabe 2 wurde die Quelle http://harrypotter.wikia.com/wiki/Nicholas_de_Mimsy-Porpington verwendet. Hier und da wurde in dem Gespräch zwischen dem Hausgeist und Marianne was dazu von mir erfunden, aber in Mariannes Zusammenfassung stehen nur Fakten aus dieser Seite
4) Aufgabe 3 ist eine persönliche Einstellung des Charakters Marianne, wobei es Fassung 1 gibt und Fassung 2. Diese Quelle stammte von mir selbst.

5) Das Erlebnis in dem Text wurde von mir erfunden. Hierbei soll sich zeigen, dass man vor Geister keine Angst zu haben braucht (ich verzichte dennoch auf die Anwesenheit des blutigen Barons)