Sonntag, 15. Oktober 2017

WoP: Kräuterkunde Klasse 1 ~*Exkursion: Botanischer Garten*~

Marianne wirkte durchgehend verblüfft, als Professor Sutherland sie in den Hogwarts Express einließ und sie in Richtung London fuhren. Jedenfalls waren sie nach einigen Stunden dort. Das würde auch erklären, wieso sie heute keinen weiteren Unterricht hatten. Nachdem sie in den Bus eingestiegen waren, kam sich Marianne sehr komisch vor. Sie in ihrer Schuluniform und der Lehrer, der nicht gerade normal angezogen war zog jede Menge fragende Blicke an. Sie war wiede unter ihresgleichen und doch war es total fremd, als würde sie nicht dazu gehören. Als der Bus endlich anhielt und die Gruppe aus dem Bus stieg, befanden sie sich genau vor dem Royal Botanic Gardens in Kew im Südwesten von Londons.
‚Er will doch nicht…‘, dachte Marianne und ihre Augen funkelten. Und ja er wollte:
Eine Exkursion und das noch in einem botanischen Garten. Für Marianne wurde ein Traum wahr und sie strahlte über das ganze Gesicht. Und dann wollten sie einen botanischen Garten in einer Muggelstadt besuchen.
„Marianne!“
Sie hörte die Stimme Ivorys und in der Menge an Schülern sah sie die Rothaarige eifrig winken. Marianne winkte zurück und lief auf sie zu. Dort hatte sie sich mit Cedric Weasley zusammengetan und Gytha Wetterwachs. Die Ravenclaw lächelte das Mädchen schüchtern an, was diese mit einem ebenso schüchternen Lächeln erwiderte. Cedric hingegen grinste breit.
„Jetzt wird unsere Exkursion sehr redselig, denn Marianne ist am Start“, lachte er und die junge Sergov wurde unverkennbar rot im Gesicht. Warum musste er das gerade so sagen? Sie konnte doch auch nichts dafür, dass sie bei Pflanzen so redselig wurde. Sogleich bekam Cedric einen Klaps auf den Hinterkopf gefolgt von einem bösen Blick Ivorys.
„Ich dulde so etwas nicht!“, rief die Gryffindor mit den feuerroten Haaren und Cedric nuschelte nur etwas undeutliches vor sich hin.
„Ich kapiere nur nicht, wieso wir diesen langen Weg gemacht haben“, fragte sich Cedric, „Flohpulver wäre auch gegangen.“
„Ja das stimmt. Bestimmt hat er die Möglichkeit wie immer total verpeilt“, schmunzelte Ivory.
„Ich denke das nicht“, widersprach Gytha, während sie die Aufgaben auf dem Zettel las, den sie sich von Professor Sutherland geholt hatte, „eine Flohpulverreise mit so vielen Schülern muss beim Ministerium registriert werden und das hieß eine Menge Papierkram. Außerdem waren viele noch nie mit Flopulver gereist.“
Dabei blickte die Blonde zu Marianne, die selbstverständlich nur aus Büchern wusste, was mit Flohpulver gemeint war.
„Dann war er zu faul den Papierkram zu machen“, hielt Cedric fest, ehe ein Schatten über die vier Schüler aufkam.
„Wer war hier faul?“, hörten sie Professor Sutherlands Stimme und Cedric fühlte sich ziemlich ertappt.
„Er hat gemeint, dass…“, wollte Marianne beginnen, als der junge Weasley ihr den Mund mit seiner Hand versiegelte und schnell erklärte: „das er sich wahnsinnig freute, dass die Kräuterfee in unserem Team ist.“
Mit Kräuterfee war Marianne selbst gemeint und während Ivory und Gytha sich nicht mehr einkriegen vor Lachen, sah Cedric eher beleidigt aus und Marianne beschämt.
„Dann geht mal und macht eure Sache gut“, scheuchte er sie und alle vier gingen in den botanischen Garten.

Schnell mussten sie erkennen, dass dies in unterschiedlichen Zonen eingeteilt war und jedes Gebiet ihre eigne Art von Pflanzen besaß. Von tropischen Pflanzen bis zu Wüstenpflanzen war alles dabei. Sie gingen in das sogenannte Palmhous und betrachteten die unterschiedlichen Palmen und Pflanzenarten aus den Tropen Afrikas, Amerikas, Asiens und Australiens. Lange konnten sie nicht jedoch bleiben, denn die hohe Luftfeuchtigkeit machte Marianne ein paar Probleme, weshalb sie beim Rausgehen von Cedric und Ivory gestützt wurde. Danach wurde sie ‚gezwungen‘ etwas zu trinken und sie durfte die Flasche erst wieder absetzen, wenn Gytha zufrieden war.
Als nächstes war das Temperate House, dass zu neunzig Prozent aus Glas bestand und eher wie ein Pavillon wirkte. Dort befanden sich Pflanzen aus der gemäßigten Klimazone, also auch aus ihrem Land. Marianne hatte schnell die aus einem Samen gezogenene Honigpalme entdeckt und war begeistert, wie groß und schön sie gewachsen war. Die fiedeblättrigen Palmblätter waren riesig und würde Marianne eines in der Hand halten, wäre dieses fast so groß wie sie.
„Wieso heißt sie eigentlich Honigpalme?“, fragte Ivory und Marianne erklärte, dass es wegen dem zuckerhaltigen Saft lag, den die Palme ausgab. Dort konnte man Palmhonig, Palmzucker und Palmwein gewinnen. Leider musste man dafür die Palme fällen und deshalb war diese Palme vom Aussterben bedroht. Die Samen werden für Süßigkeiten verwendet, doch es dauerte 60 Jahre, bis sie anfing sie blühen.
„Sechzig Jahre warten? Dann gehe ich lieber in den Honigtopf“, lachte Cedric und sie gingen weiter.
Da quietschte Marianne auf und zeigte auf eine Palmfarne, die im inneren tannenzapfenähnliche rote Früchte trugen. Das war die Brotpalmfarne und eines der seltensten Pflanzen, die dieses Gewächshaus zu bieten hatte. Gytha las auf dem Schild, dass sie aus Afrika kam und alle 65 Arten vom Aussterben bedroht sind. Ivory zeigte nach links und sie sahen noch weitere solcher Pflanzen, deren Zapfen unterschiedliche Farben trugen von Blaugrau über Braun bis zu Gelb und sogar zu Pink.
„Wenn ich diesen Zapfen sehe, denke ich an Krötengesicht“, murmelte Cedric und deutete auf einen Zapfen ganz in Pink. Darüber mussten alle lachen auch Marianne.
Nach einer kurzen Pause gingen sie in die Princess of Wales Conservatory, dem Haus das nach der Gartenbegründerin Prinzessin Augusta benannt wurde. Dies beherbergt die fleischfressenden Pflanzen, die wunderschönsten Orchideen und weitere große tropische Pflanzen. Bei einer blieben die Vier stehen und bekamen vor lauter Staunen den Mund nicht zu. Vor ihnen stand die Titanenwurz. Sie sah kelchähnlich aus und in der Mitte ragte ein großer Stiel hervor. Gytha las, dass sie die größte Blüte war und eine andere im botanischen Garten in Washington sei.
„Wahnsinn was es für Pflanzen gibt“, sagte Ivory ehrfürchtig. Marianne erklärte, dass sie einen Aasgeruch ausströmte, der Insekten lockte, die sie dann bestäubte. Danach musste sie den Mund halten, da Gytha bei dem Gedanken schlecht geworden war.
Nach einer kurzen Pause las Gytha die Broschüre und lachte laut auf, als sie etwas sehr Interessantes las. Hier gab es eine Gallery und sie hieß Marianne North Gallery. Cedric bekam Lachtränen und auch Ivory musste sich wo abstützen, um nicht loszulachen, während Marianne selbst rot anlief. Diese Gallery war nach Marianne North benannt und sie war im 19. Jahrhundert eine bekannte Künstlerin gewesen. Insgeheim verdankte die kleine Hufflepuff ihr diesen Namen, denn ihr Vater war von ihren botanischen Motiven höchst fasziniert.
„Da gehen wir hin, wenn wir die Aufgaben erledigt haben“, beschloss Gytha und sie liefen am Rosengarten hinter dem Tropenhaus vorbei und gingen hinüber zum Kew Palace hinter dem sich der sogenannte Queen's Garden befand.
Sie hatten schon eine Nutzpflanze gefunden, nämlich die Honigpalme, doch es fehlte noch etwas und sie hofften etwas in dem Garten zu finden.
Dies war wie ein Labyrinth aufgebaut und an den Büschen, die dem Garten Form gab, waren sämtliche Heilfpalnzen angebaut, die Marianne kannte. In der Mitte selbst befand sich ein schöner Brunnen mit vielen Springbrunnenfiguren zum Beispiel ein Engel mit Pfeil und Bogen.
„Ich denke hier werden wir etwas finden“, sagte Ivory und damit es schnell ging (denn die vier Schüler wollten zu gerne die Ausstellung von Marianne North sehen) teilten sie sich auf. Marianne wurde schnell fündig, denn sie hatte ein gutes Auge für Kräuter. Da fand sie zuerst den Salbei, der als Tee total widerlich schmeckte, aber ein guter Bekämpfer gegen Halsschmerzen war, da er das Ganze desinfiziert. Aber er half auch gegen Blähungen und Durchfall. Ein tolles Kraut, wenn der Baldrian ausgegangen war. Aber auch in der Küche kann man den Salbei gut zum Würzen nehmen!
Dann war da noch die Zitronenmelisse, die ihren Namen dadurch bekommen hatte, dass sie beim Zerreiben der Blätter leicht zitronenartig roch. Im Mittelalter war es sogar Vorschrift gewesen, dass jedes Klosterhaus Melisse in seinem Garten hatte. Ihr Einsatzgebiet war auf die Beruhigung des Nervensystems spezialisiert und war ein tolles Mittel gegen Schlafstörungen. Ihre Tante wandte sie gerne an, wenn sie Lippen-Herpes hatte. Das Lustigste war, dass ihre Mama gerne etwas Zitronenmelisse in den Zitronenkuchen mit hinzugab, damit das Aroma gut zur Geltung kam. Demnach hatte ihr Geburtstagskuchen den Titel Citron-Plants-Cake bekommen.
Nun benötigte sie noch eine und wie immer suchte Marianne ihren Baldrian, doch dieser war nicht zu finden. Stattdessen fand sie Rosmarin, ein Gewürz, dass bei ihrer Mama sehr oft ausging und demnach mehr von diesem Kraut im Garten wuchs als Pfefferminz oder gar Kamille. Diese Pflanze kam aus dem Mittelmeeraum und ihr Aroma passte in allen mediterranen Speisen rein, die ein wenig salzig schmeckten. Auch wurde sie als Heilkraut für schlechten Kreislauf und Magenkrämpfen benutzt.
Da hatte sie ihre drei Pflanzen, schrieb sich dies auf und traf sich mit Ivory, Gytha und Cedric in der Mitte wieder. Gytha hatte Beifuß, Petersilie und Ringelblumen genommen, Cedric Rosmarin, Veilchen und Holunder und Ivory Fenchel, Eisenkraut und was Marianne hoch erfreute ihren Baldrian. Alles Pflanzen für Heilung, aber auch für Gewürze oder Öle fürs Bad.
„Ich wusste, dass du dich freuen wirst“, sagte Ivory als Mariannes Augen anfingen zu leuchteten.
„Nun fehlt uns nur zwei Heilpflanzen, die in der Muggelwelt auch ihren Nutzen haben“, sagte Cedric und sie alle sahen auf zu Marianne, die ein wenig die Stirn runzelte und die Liste an Kräutern und Heilpflanzen durchging.
„Nun ich hätte da die Arnika zum Beispiel“, sagte sie und wie es der Zufall so wollte, fand sie diese Blume direkt neben Gytha stehen. Sie sah aus wie eine gelbe Blume vom Aussehen her wie ein Gänseblümchen nur etwas größer.
„Diese wachsen im Hochschwarzwald und sie ist sehr scharf! Sie wird gerne als Tinktur oder Salbe gegen Verbrennungen oder Wunden verwendet, ist krampflösend und hilft gegen Hautreize.“
„Das klingt nicht schlecht“, gestand Gytha lächelnd und sah dann eine Pflanze, die Marianne als die Kamille identifizierte.
„Ich finde sie sehr hübsch und auch Mama verwendete sie ab und zu mal, wenn sie eine offene Wunde im Mundraum hat“, erklärte Cedric.
Das war auch ein Kraut, dessen Blüten wie die des Gänseblümchens aussah. Sie ist schwer in freier Natur zu beschaffen, denn sie wächst dort, wo Getreide ist und wird demnach schwer zu ernten sein. Während die drei Schüler aus den anderen Häusern den Duft der Kamille einatmeten und sie betrachteten, erklärte Marianne, dass sehr gut gegen jegliche Art von Entzündung war, sei es Blasenentzündung, Darmschleimhautentzündung, Halsentzündung oder entzündete Wunden an der Haut. Demnach war Kamille die Großmutter aller Heilpflanzen und eines der häufig genutzten in der Muggelwelt.
„Ok das wars!“, rief Ivory erfreut aus und nun ging es zu Mariannes North Gallery. Dort mussten die Kinder sehr schlucken, denn dies waren Räume die über und über bedeckt waren mit Gemälden von verschiedenen Pflanzen, die die Dame während ihrer Weltreise gesehen hatte. Darin waren auch hier und da einige Skulpturen zu erkennen. Diese Farben, diese Ausstrahlung. Kein Wunder das Mariannes Papa von ihrer Kunst so fasziniert war. Sie hatte sie so toll da gestellt wie kein zweiter. An einem Bild blieb Marianne stehen, auf dem ein schöner Rosenbusch zu erkennen war. Dieser Farbverlauf und die Schattierungen ließen Mariannes Augen leuchten. Sie hatte das wirklich so toll gemalt, da waren ihre Bilder nur gekritzel.
„Leute wir müssen zurück oder sie fahren ohne uns“, riss Cedric sie aus ihren Gedanken. Schnell eilte sie den Drei hinterher und kamen noch rechtzeitig am Ausgang an, wo Professor Sutherland auf sie warteten.

Im Hogwartsexpress hatten es sich die Vier gemütlich gemacht und erzählten über das was sie erlebt hatten. Die Teamarbeit hatte gut funktioniert und sie hatten sich bis auf das mit den Kräutern alles gemeinsam angesehen.
„Ich muss allerdings sagen, der Anblick der Bilder hat mich fertig gemacht“, gestand Cedric ehrfürchtig, „Das waren mindestens 1000 Gemälde gewesen.“
„833“, korrigierte Marianne ihn.
„Meine Güte. Die hatte aber auch viel Zeit gehabt“, murmelte Cedric ehrfürchtig, „aber ich gestehe, die sahen echt super aus.“
„Ich kann mir gut vorstellen, dass unsere Marianne das auch so hinbekommt“, fügte Ivory hinzu und zwinkerte zu der Rothaarigen, die ein wenig verlegen zur Seite guckte. Im Grunde hatte ihr jedes Abteil auf ihre Art und Weiße gefallen, wobei Queens Garden das Beste war. Was gab es schöneres als ein Garten, wo es nur vor lauter Heilpflanzen nur so spross? Aber sie musste gestehen, dass auch die Marianne North Gallery etwas für sich hatte und auch wenn es nicht direkt etwas mit Pflanzen zu tun hatte, so hatte diese Frau viel für die Botanik dazu getragen.
 

Zusammenfassung

Eindruck des botanischen Gartens
Generell war Marianne fasziniert von dem botanischen Garten in Kew selbst, wobei ihr Queens Garden besonders gut gefallen hatte. Doch auch die Marianne North Gallery hatte etwas für sich gehabt.

Drei Nutzpflanzen und ihr Nutzen
Salbei: Als Tee gern verwendet gegen Halsschmerzen und Schweißausbrüchen. Wird auch ab und an als Gewürz verwendet.
Zitronenmelisse: Das Aroma wird für Öle verwendet und ist ein bekanntes Heilkraut. Ihr Einsatzgebiet war auf die Beruhigung des Nervensystems spezialisiert und war ein tolles Mittel gegen Schlafstörungen.
Rosmarin: Sehr bekanntes Gewürz und für alle mediterranen Speisen rein, die ein wenig salzig schmeckten. Auch wurde sie als Heilkraut für schlechten Kreislauf und Magenkrämpfen benutzt.
(Professor Sutherland persönlich gefragt, ob diese Pflanzen gehen! Er hat Ja gesagt)

Zwei Heilpflanzen
Arnika: Sie wird gerne als Tinktur oder Salbe gegen Verbrennungen oder Wunden verwendet, ist krampflösend und hilft gegen Hautreize.
Kamille: Sie ist sehr gut gegen jegliche Art von Entzündung, sei es Blasenentzündung, Darmschleimhautentzündung, Halsentzündung oder entzündete Wunden an der Haut.

Die Zusammenarbeit
Die vier Schüler hatten einen tollen Tag im botanischen Garten gehabt und viele neue Pflanzen gesehen. Zusammen haben sie sich sämtliche Gebiete angeschaut und als Marianne beim Tropenhaus schwindelig wurde, war die Teamarbeit sehr deutlich. Zusammen haben sie ihre Pflanzen herauserarbeitet und sich gemeinsam als krönenden Abschluss die Marianne North Gallery angesehen.

Quelle

1) Leitfaden für das RPG ist der Unterricht:
2) Informationen über den Royal Botanic Gardens habe ich hier heraus entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Botanic_Gardens_(Kew)#Palm_House, https://en.wikipedia.org/wiki/Temperate_House  Außerdem war ich selbst dort gewesen
3) Infos zu Marianne North habe ich aus dieser Seite entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_North
4) Informationen zu einzelnen Pflanzen im botanischen Bereich habe ich daraus entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Honigpalme, https://de.wikipedia.org/wiki/Titanenwurz
6) Gytha, Ivory und Cedric sind Nutzer aus WoP und ich durfte sie in die Geschichte mit einbinden

7) Marianne stammte von mir

Samstag, 7. Oktober 2017

WoP: Geschichte der Zauberei Klasse 1 ~*Hexenverfolgung*~

Die Hexenverfolgung war das Thema des Monats für Geschichte der Zauberei. Es war interessant, aber es war unheimlich und schreckhaft. Arme unschuldige Menschen wurden hingerichtet, weil man sie wegen der Hexerei bezichtigte. Nicht das Thema, worüber Marianne forschen wollte, aber es gab schlimmeres zum Beispiel Käfer in Knöpfe zu verwandeln. Mit einem erschauderten Gefühl, dass ihr über den Rücken fiel ging sie zur Bibliothek. Wenn sie Information benötigte dann hier. An ihrem Lieblingsplatz am Fenster saß aber jemand schon. Zögernd hielt sie ihr Buch in die Hand und beäugte den Jungen misstrauisch, der anscheinend nach etwas Bestimmten in dem Buch suchte. Marianne kannte ihn durch Ivory. Er war aus dem Quidditchteam der Jäger und macht die meisten Tore. Da sah der Junge auf und blickte zu ihr, worauf sie zwei kleine Schritte nach hinten trat und am Liebsten weglaufen wollte, als er schließlich sagte: „Du bist doch Marianne, richtig?“
Sofort blieb das Mädchen stehen die Augenbrauen nach oben gezogen. Woher wusste er, wer sie war? Die Antwort folgte direkt, denn anscheinend war die Frage ihr auf dem Gesicht abzulesen.
„Ivory und Melle haben mir erzählt, dass sie seine Freundin haben mit roten Haaren, die aus Hufflepuff kommt und sehr gut zeichnen kann. Da ich dich ab und zu mit Papier und Stift sehe, gehe ich davon aus, dass du diese Person bist von der Ivory und Melle andauernd sprechen.“
„Ähm… also ja ich bin Marianne. U-und du?“, fragte sie zögerlich, „Ich kenne dich nur vom Quidditchtraining… aber dein Name ist mir fremd.“
„Ah Verzeihung“, sagte er grinsend und wandte sich ganz zu ihr, „Ich heiße Krisz Kyle Skylor. Du kannst mich Krisz nennen.“
„Krisz also… o-ok“, nickte Marianne, verstummte aber sofort, weil sie nun nicht wusste, was sie sagen wollte. Der Junge grinste sie an und dann als er das Buch in ihrer Hand erkannte sagte er mit einem Lächeln auf den Lippen: „Wolltest du gerade die Hausaufgabe für Geschichte der Zauberei machen?“
Auf die Frage folgt ein schüchternes Nicken, worauf der Junge namens Krizs einen Stuhl holte und Marianne mit einem Nicken bat Platz zu nehmen. Nur zögerlich trat das Mädchen auf ihn zu und nahm Platz, während er leicht fluchend die Merkmale einer Hexe suchte, die in der ersten Aufgabe verlangt wurde.
„Darf ich?“, fragte Marianne und der Junge überreichte ihr das Buch. Schnell durchblätterte sie die Seiten und Krizs bekam Angst, dass das Buch dadurch auseinanderging. Bei einer Seite blieb sie stehen, bei der es um die Hexenverfolgung ging.
„Da könnte etwas stehen“, sagte sie und reichte ihm das Buch zurück.
„Du liest verdammt schnell“, sagte Krizs ehrfürchtig, worauf Marianne errötet und murmelte, dass sie das immer so machte. Mit dieser Aussage blickte er in das Buch hinein und fand dann schnell die betroffenden Merkmale, an denen Muggeln eine Hexe erkannt hatten.
„Hohes Alter und vor allem Frauen mit roten Haaren waren davon betroffen oder junge Frauen mit krummer Nase und Sommersprossen“, las Krizs vor und grinste die Hufflepuff schief an, „mit deinem Aussehen hättest du schlechte Karten gehabt.“
Dabei deutete er mit seinem Zeigefinger auf ihre rote Haarpracht. Das stimmte tatsächlich. Die meisten Menschen, die rote Haare besaßen haben sich diese gefärbt, aber Mariannes Haare waren von Natur aus rot. Demnach konnte sich das Mädchen gut vorstellen, dass sie im 16. Jahrhundert definitiv auf dem Scheiterhaufen gelandet werden.
„Zum Glück konnten sich echte Hexen und Zauberer davor retten“, sagte Krizs und zeigte ihr die Stelle mit dem Grund darin, „sie haben einfach einen Gefrierzauber an sich angewandt und hatten nicht mehr gespürt als ein Kitzeln. Wenn die Flammen sehr hoch waren, dann waren sie appariert und die Muggel hatten geglaubt, ihre Opfer seien verbrannt.“
Dabei kicherte er, als er die Geschichte von Wendeline die Ulkige erzählte, die sich schon mehrmals hat verbrennen lassen, weil sie das Kitzelgefühl so schön fand. Marianne hingegen konnte herzlich wenig lassen, weshalb ihre Mundwinkel nicht einmal zuckten.
„Und was ist mit denen, die zwar rote Haare besaßen, aber sowas nicht konnten? Die hatten Pech gehabt und das Einzige was die Zauberwelt dazu sagt ist sich über eine Hexe lustig zu machen, die das auch noch toll fand“, sagte sie in einem doch giftigen Ton. Wie viele Frauen waren dabei umgekommen, weil man glaubte, sie seien mit dem Teufel im Bunde, obwohl sie so normal waren wie Mariannes Mutter; ohne Magie, ohne Wissen der Zauberkunst. Wobei Louise Sergov gut im Umgang in Kräuter war und sicherlich auch in der Zauberwelt ein wenig Ansehen erregen würde für eine Muggel. Demnach war das ein schlechtes Beispiel. Trotzdem wurden Unschuldige verbrannt und schuld daran waren einige Aktionen von Zauberer und Hexen, die Zähne von Menschen mit Magie richten wollten oder ein Kolosseum als ein Ort für ein Besenrennen benutzten. Es ging hierbei nur um den Spaß und wurden sie verhaftet und hingerichtet, konnten sie sich mit Magie weg apparieren, was normale Menschen nicht konnten. Statt sich für diese Taten zu schämen, lachte die Zaubergemeinschaft darüber. Dass alles erzählte sie Krizs in einem doch etwas hitzigen Ton und es war klar, dass sie mit der Ansicht der Zauberer nicht zufrieden war. Wieder ein Grund mehr, wieso die Zauberwelt solch eine Verachtung von ihr erhielt. Einige waren in der Geschichte zu arrogant für ihren Geschmack!
„Verstehe ich, dass du dich darüber aufregst, aber glaub mir, das war früher so. Heute beneiden viele Zauberer und Hexen die Muggel wegen Internet und solch einen Kram. Ich meine es wäre doch verdammt toll so etwas wie… ähm… wie nennt sich das… Computer zu nutzen statt Bücher.“
Da gab Marianne ihm recht. In einigen wenigen Dingen waren Muggeln den Zauberern überlegen. Die Frage war nur, ob die Zauberer so etwas wirklich benötigten.

Zusammenfassung

Eigenschaften von Muggeln für Hexen und Zauberer
- rote Haare
- werden Alt
- großes Wissen an Kräutern
- krumme Nase
- Sommersprossen
- trafen sich mit ihres gleichen an ungewöhnlichen Orten

Hexen und Zauberer beim Scheiterhaufen
Wenn eine Hexe oder Zauberer auf dem Scheiterhaufen landete, so wandte er einen Gefrierzauber bei sich an und spürte nichts weiter als ein Kitzeln. Wendeline die Ulkige ließ sich mehrmals auf dem Scheiterhaufen verbrennen, weil sie das Gefühl sehr toll fand beim Gefrierzauber.

Quellen

2) Krizs Skylor ist ein WoP-Benutzer und ich durfte ihn in meiner HA benutzen

3) Marianne stammte von mir.